Starke Strukturen
Das Auge baut mit!
Durch die jeweilige Körnung des Putzes wird der optische Effekt der Fassade bestimmt: von besonders fein und edel bis zu robust und kräftig. Zudem erlaubt die Vielfalt der modernen Verarbeitungstechniken dem Fachhandwerk, insbesondere den Stuckateur- und Putzfachbetrieben, nahezu unbegrenzte Gestaltungsvariationen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Und geübten Fachhandwerkern gelingt die gleichmäßige und hochwertige Verarbeitung der Baustoffe - ganz nach Ihren Wünschen. Die Handwerker verfügen über langjährige Erfahrung im Umgang mit dem Baustoff und haben viele Ideen für die kreative Gestaltung mit mineralischen Baustoffen für Sie auf Lager.
Schlicht und doch elegant: Der geglättete Oberputz.
Glatter Oberputz ist der Klassiker unter den Putzen. Mit ihm erzielt man besonders ebene und glatte Oberflächen. Der auch als Glattputz bezeichnete Oberputz besteht aus sehr feinkörnigem Mörtel und wird strukturlos aufgezogen - ideal für eine ruhige, elegante Optik.
Gleichmäßig und doch belebend: Der Spritzputz.
Unter Spritzputz versteht man eine Oberputzvariante, die mit Spritzgeräten aufgebracht und daher plastischer verarbeitet wird als manuell aufzutragende Putzarten. Charakteristisch für den Spritzputz ist sein gleichmäßiges Strukturbild, das ein harmonisches Ambiente erzeugt. Er kann rustikal-grob oder dezent-fein ausgeführt werden.
Rustikal: Der Rillenputz.
Für diese Putzstruktur wird ein Mörtel mit rundem Strukturkorn mit einer Glättkelle aufgetragen, scharf abgezogen und gerieben. So bildet sich eine mehr oder weniger ausgeprägte Rillenstruktur, die sich je nach Korngröße wesentlich voneinander unterscheidet. Je nachdem ob man ihn senkrecht, waagerecht oder klassisch rund abreibt, es entsteht immer ein anderer Eindruck.
Körnig: Der Kratzputz.
Kratzputz ist ein klassischer Oberputz mit einer feinen bis groben Körnung. Das eingesetzte, sehr eckige Splittkorn zeichnet sich durch eine Korn-an-Korn-Struktur aus. Nach dem Erhärten wird die Oberfläche mit einem Nagelbrett (Edelputzkratzer) ansatzlos und durchgehend gekratzt. Hierdurch entsteht die typische, edel anmutende Kratzputzstruktur. Zusätzlich mit Glimmer versehen, lassen sich einmalige Lichteffekte erzielen.
Vielseitig: Der Modellierputz.
Wer Ausgefallenes mag und etwas für besondere Strukturen übrig hat, wird den Modellierputz lieben. Er wird mit der Kelle/Traufel/Glättkelle in beliebiger Dicke aufgetragen und anschließend ganz nach Geschmack mit einer Rolle, Bürste, Kelle oder einem Spachtel frei strukturiert. Mit Fantasie und Experimentierfreude lassen sich so ganz individuelle Flächen oder gar Kunstwerke kreieren.
Der Kellenwurf als Oberputz.
Beim Kellenwurf bringen die Profis den Putz mit mittlerer bis grober Körnung - wie der Name schon erahnen lässt - mit einer handlichen Kelle schwungvoll auf die Wand auf. Kelle an Kelle, Zug um Zug wird der Mörtel angeworfen, die Kellenstrukturen bleiben hierbei bewusst etwas sichtbar. So entsteht eine individuelle, meist rustikale Oberflächenstruktur.
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